Cowroper
von Eric
Willie Nelson singt "My Heroes Have Always Been Cowboys".
Ich bin im falschen Land geboren. Nicht unbedingt zur falschen Zeit. Aber einen Teil meines Traumes habe ich mir verwirklicht.
Graphische Lehr- und Versuchsanstalt, Abschlussprüfung in Photographie, dann sechs Jahre als Photoreporter beim Magazin "Stern", fast 15 Jahre in der Pressestelle des Konsum.
Ein Freund, der eine kleine aber feine Quarter Horse Zucht hat und auch Westernsättel und Westerntack importiert, fragt mich ob ich sein Geschäft führen will.
Ich will...!
Red Stegall singt "Mama, I'am A Cowboy Now"
Karl May habe ich erst als Erwachsener gelesen, ohne Begeisterung, nur um zu wissen woher der Erfolg dieses Autors kommt. Mir nach wie vor unverständlich.
Mein erstes Buch, Bilderbücher ausgenommen, war Coopers "Lederstrumpf". Dass dann "Der letzte Mohikaner" folgte, war vorauszusehen. Eine ziemlich zerfledderte Ausgabe von Georg Catlins "Die Indianer Nordamerikas", gedruckt 1860 mit colorierten Lithographien hat mich endgültig zum (zumindest im Geist)Trapper/Indianer/Cowboy gemacht.
Ein Weihnachtsgeschenk meiner Tante aus Amerika war ein komplettes Cowboy-Ausfitt, Roy Rodgers wäre, hätte er mich sehen können, stolz auf mich gewesen.
Einen Kapselrevolver bekam ich auch, heimlich zerlegte und zerschnitt ich meine schweinslederne Schultasche und bastelte mir ein Revolverholster.
Einer der größten Hits von Johnny Cash: "Don't Take Your Guns To Town"
Mein Vater schenkt mir Ende der 50er Jahre eine Schallplatte:
Frankie Laine: "Hell Bent For Leather", das Cover zeigt einen böse aussehenden Mann mit einem 45er Colt in den Händen.

Im Fernsehen, schwarz-weiß, flimmernd und mit schlechten Ton kämpfen jeden Tag um 17 Uhr 30 gute Cowboys gegen böse Indianer. Wie diese Pferdeoper hieß weiß ich nicht mehr.
Es folgt eine endlose Reihe von (wenigen) guten und (vielen) schlechten "Western". Im Kino und im Fernsehen. Auch vergrößert sich meine Plattensammlung (heute sind es CDs) wöchentlich. 15 Schilling hat eine Single, auch 45er genannt, anfangs gekostet. Für LPs reicht mein Taschengeld nicht, später das schwer verdiente eigene Geld schon. Über 22.000 Minuten Musik sind es bis heute. Nicht eingerechnet die sogenannte Klassische Musik.
Auf der "Graphischen" wird eifrig getauscht. Nicht Platten, sondern alles gegen alles. Das Taschengeld wird nun für Photomaterial gebraucht. So bleibt kein Geld für andere Dinge.
Ich tausche: Einem Mitschüler fehlen für eine Prüfung noch Photos; ein von mir belichteter Film gegen eine Luftdruckpistole. Diana, mit Pressluftkartuschen. Die bleibt aber nicht lange. Das Objekt meiner Begierde: Eine Steyr 6,35 mm mit Kipplauf. Kein Problem in dieser Zeit. Bis zur Volljährigkeit bleibt sie mein Besitz.
1968. Volljährig. Es gibt eine Art Amnestie: Wer seine Waffen anmeldet bekommt eine Waffenbesitzkarte, keine Strafe. Ich melde sie an und bin legaler Besitzer einer Waffe. Eine WBK mit einem Platz! Ich schieße nicht viel, was möglicherweise daran liegt, dass nur ungefähr jeder dritte Schuss wirklich losgeht. Der Schlagbolzen war etwas etwas verbogen.
Im Schaufenster sehe ich eine Star 9mm. Wieder ein Tausch. Und Aufzahlung. Auch die Star bleibt nicht lange. Ich zahle auf und bin im Besitz einer Smith& Wesson .38 spec. 5-schüssig mit zwei Zoll-Lauf.
Nun beginne ich ernsthaft zu schießen. Ohne großen Erfolg. Unmöglich mit diesem kurzen Lauf auf größere Entfernungen zu treffen. Nicht zu Unrecht bezeichnen die Amis so ein Ding als Belly-Gun...
Beruf, Familie. Viel Zeit bleibt mir nicht.
"My Elusive Dreams" meint Charlie Rich.

Ich kündige. Will mehr Freizeit. Für mich, meine Pferde, meine Frau.
Fange im Quarter Horse Business an.
Tausche (wiedereinmal). Endlich ein Revolver, der seinen Namen auch verdient: Ruger New Blackhawk. cal .357 Magnum.
Marty Robbins weiß wovon er singt: "Big Iron"
Es folgen eine Winchester 94, cal 30-30 und eine Rolling Block von Pedersoli.

Trete einem Verein bei. Trainiere ernsthaft, setze mich mit der Materie "Waffe" auseinander. Gewehre liegen mir mehr als Revolver und Pistolen. Zumindest auf größere Distanzen. Meine WBK wird erweitert, meine Waffensammlung ebenso.
Das Internet
Ich lerne Highlander, Lion, Greenhorn (vormals Blackpowder), Geraldo und Silver Moon Dancer (vormals Cochise) kennen.
Freundschaften. LUNA.
Mein "Nome de guerre":
Cowroper
Das Rope, wenn es aus Rohleder geflochten ist heißt es Reata, ist das Werkzeug des Cowboys. Lassos gibt es nur bei Karl May.
Mit diesem Rope fängt der Cowboy Rinder. Es gibt den Header, der wirft das Rope um die Hörner des Rindes, und den Heeler, der fängt dessen Hinterbeine.
Michael Martin Murphy singt mir aus dem Herzen:
"I'm A Quarter Horse Rider"

Cowroper
von Eric
Willie Nelson singt "My Heroes Have Always Been Cowboys".
Ich bin im falschen Land geboren. Nicht unbedingt zur falschen Zeit. Aber einen Teil meines Traumes habe ich mir verwirklicht.
Graphische Lehr- und Versuchsanstalt, Abschlussprüfung in Photographie, dann sechs Jahre als Photoreporter beim Magazin "Stern", fast 15 Jahre in der Pressestelle des Konsum.
Ein Freund, der eine kleine aber feine Quarter Horse Zucht hat und auch Westernsättel und Westerntack importiert, fragt mich ob ich sein Geschäft führen will.
Ich will...!
Red Stegall singt "Mama, I'am A Cowboy Now"
Karl May habe ich erst als Erwachsener gelesen, ohne Begeisterung, nur um zu wissen woher der Erfolg dieses Autors kommt. Mir nach wie vor unverständlich.
Mein erstes Buch, Bilderbücher ausgenommen, war Coopers "Lederstrumpf". Dass dann "Der letzte Mohikaner" folgte, war vorauszusehen. Eine ziemlich zerfledderte Ausgabe von Georg Catlins "Die Indianer Nordamerikas", gedruckt 1860 mit colorierten Lithographien hat mich endgültig zum (zumindest im Geist)Trapper/Indianer/Cowboy gemacht.
Ein Weihnachtsgeschenk meiner Tante aus Amerika war ein komplettes Cowboy-Ausfitt, Roy Rodgers wäre, hätte er mich sehen können, stolz auf mich gewesen.
Einen Kapselrevolver bekam ich auch, heimlich zerlegte und zerschnitt ich meine schweinslederne Schultasche und bastelte mir ein Revolverholster.
Einer der größten Hits von Johnny Cash: "Don't Take Your Guns To Town"
Mein Vater schenkt mir Ende der 50er Jahre eine Schallplatte:
Frankie Laine: "Hell Bent For Leather", das Cover zeigt einen böse aussehenden Mann mit einem 45er Colt in den Händen.

Im Fernsehen, schwarz-weiß, flimmernd und mit schlechten Ton kämpfen jeden Tag um 17 Uhr 30 gute Cowboys gegen böse Indianer. Wie diese Pferdeoper hieß weiß ich nicht mehr.
Es folgt eine endlose Reihe von (wenigen) guten und (vielen) schlechten "Western". Im Kino und im Fernsehen. Auch vergrößert sich meine Plattensammlung (heute sind es CDs) wöchentlich. 15 Schilling hat eine Single, auch 45er genannt, anfangs gekostet. Für LPs reicht mein Taschengeld nicht, später das schwer verdiente eigene Geld schon. Über 22.000 Minuten Musik sind es bis heute. Nicht eingerechnet die sogenannte Klassische Musik.
Auf der "Graphischen" wird eifrig getauscht. Nicht Platten, sondern alles gegen alles. Das Taschengeld wird nun für Photomaterial gebraucht. So bleibt kein Geld für andere Dinge.
Ich tausche: Einem Mitschüler fehlen für eine Prüfung noch Photos; ein von mir belichteter Film gegen eine Luftdruckpistole. Diana, mit Pressluftkartuschen. Die bleibt aber nicht lange. Das Objekt meiner Begierde: Eine Steyr 6,35 mm mit Kipplauf. Kein Problem in dieser Zeit. Bis zur Volljährigkeit bleibt sie mein Besitz.
1968. Volljährig. Es gibt eine Art Amnestie: Wer seine Waffen anmeldet bekommt eine Waffenbesitzkarte, keine Strafe. Ich melde sie an und bin legaler Besitzer einer Waffe. Eine WBK mit einem Platz! Ich schieße nicht viel, was möglicherweise daran liegt, dass nur ungefähr jeder dritte Schuss wirklich losgeht. Der Schlagbolzen war etwas etwas verbogen.
Im Schaufenster sehe ich eine Star 9mm. Wieder ein Tausch. Und Aufzahlung. Auch die Star bleibt nicht lange. Ich zahle auf und bin im Besitz einer Smith& Wesson .38 spec. 5-schüssig mit zwei Zoll-Lauf.
Nun beginne ich ernsthaft zu schießen. Ohne großen Erfolg. Unmöglich mit diesem kurzen Lauf auf größere Entfernungen zu treffen. Nicht zu Unrecht bezeichnen die Amis so ein Ding als Belly-Gun...
Beruf, Familie. Viel Zeit bleibt mir nicht.
"My Elusive Dreams" meint Charlie Rich.

Ich kündige. Will mehr Freizeit. Für mich, meine Pferde, meine Frau.
Fange im Quarter Horse Business an.
Tausche (wiedereinmal). Endlich ein Revolver, der seinen Namen auch verdient: Ruger New Blackhawk. cal .357 Magnum.
Marty Robbins weiß wovon er singt: "Big Iron"
Es folgen eine Winchester 94, cal 30-30 und eine Rolling Block von Pedersoli.

Trete einem Verein bei. Trainiere ernsthaft, setze mich mit der Materie "Waffe" auseinander. Gewehre liegen mir mehr als Revolver und Pistolen. Zumindest auf größere Distanzen. Meine WBK wird erweitert, meine Waffensammlung ebenso.
Das Internet
Ich lerne Highlander, Lion, Greenhorn (vormals Blackpowder), Geraldo und Silver Moon Dancer (vormals Cochise) kennen.
Freundschaften. LUNA.
Mein "Nome de guerre":
Cowroper
Das Rope, wenn es aus Rohleder geflochten ist heißt es Reata, ist das Werkzeug des Cowboys. Lassos gibt es nur bei Karl May.
Mit diesem Rope fängt der Cowboy Rinder. Es gibt den Header, der wirft das Rope um die Hörner des Rindes, und den Heeler, der fängt dessen Hinterbeine.
Michael Martin Murphy singt mir aus dem Herzen:
"I'm A Quarter Horse Rider"
